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Unsere Themen im Herbst 2004 – Teil 1

Sehr geehrter Besucher,
bei den folgenden Texten handelt es sich um archivierte Mailingtexte. Unser aktuelles Produktangebot mit den aktuellen Preisen, finden Sie unter dem Menüpunkt „Enoteca Shop“.

  Spanien
Hijos de Antonio Polo
Tinto Pesquera
Condado de Haza
  Italien
Azienda Agraria Querciabella
  Deutschland
Loosen
Haart
 
Wer hat Angst vor Zucker - oder was Sie schon immer über trockene und süße Weine wissen wollten!

Spanien

 

Hijos de Antonio Polo
(Peñafiel – Kastilien)


Seitdem wir Ihnen im Dezember letzten Jahres die Semicrianza dieses Weingutes aus der Region Ribera del Duero vorgestellt haben, hat sich einiges getan. Zunächst wurde das Angebot um eine Crianza ergänzt, und jetzt können wir Ihnen zwei weitere Neuheiten präsentieren.
Da ist zum einen der im Stahltank ausgebaute Joven 2002. Ein Tempranillo, der nicht im Holz gereift ist – das kann auch schief gehen! Solche Weine wirken oft unsauber und unharmonisch. Außerdem werden sie oft aus den schwächsten Traubenqualitäten hergestellt, die ein Weingut ja schließlich auch irgendwie unterbringen muß. Ein wenig anders verhält es sich allerdings, dank Antonio Polo Sotos, im Falle unseres Kandidaten. Bevor er 1999 seine eigene Bodega gründete, arbeitete Antonio für Vega Sicilia. Vega Sicilia ist nicht nur die Topadresse in der Region Ribera del Duero, sondern das renommierteste Weingut Spaniens überhaupt. Zwar besitzt dieses Weingut mehr als 200 Hektar eigene Rebanlagen, aber dennoch kauft es jährlich eine erhebliche Menge Trauben von fest unter Vertrag stehenden Weinbauern hinzu. Nach der Vinifizierung der zugekauften Trauben findet nochmals eine Selektion statt, in deren Folge das Weingut nur einen Teil des Weines für sich behält. Der Rest wird wieder verkauft.
So also geriet Señor Polo Soto aufgrund seiner guten Beziehungen zu Vega Sicilia an einen Tank feinsten Tempranillos, von dem Sie nun wiederum einen kleinen Teil in Flaschen mit dem Etikett Penafiel Joven in der ENOTECA finden können. Auch wenn man mit Prognosen vorsichtig sein sollte, so wagen wir doch die Vorhersage, daß dieser süffige und charmante Tropfen sehr schnell seine Liebhaber finden wird.
Ganz so zügig wird der Verkauf der Reserva Tinto Pagos de Peñafiel vermutlich nicht vonstatten gehen, aber eine 2000er Reserva kann auch noch ein paar Jahre in unserem Keller lagern, ohne Schaden zu nehmen!

 

Neu: PEñAFIEL JOVEN 2002....................................................................6,90 €
PEñAFIEL JOVEN ROBLE 2002.............................................................10,40 €
PEñAFIEL CRIANZA 2001.......................................................................19,80 €
Neu: TINTO PAGOS DE PEñAFIEL RESERVA........................................37,00 €

Alejandro Fernandez – Tinto Pesquera – Condado de Haza
(Pesquera de Duero bzw. Roa – Kastilien)


Den Namen Alejandro Fernandez als Begründer des modernen Ribera-Weinstils darf man inzwischen als bekannt voraussetzen.War sein Tinto Pesquera noch bis Anfang der neunziger Jahre so gut wie konkurrenzlos (wenn man einmal von dem Sonderfall Vega Sicilia absieht), so fiel die Premiere seines zweiten Weinguts Condado de Haza schon in die Zeit, in der die Weingüter in der Region wie Pilze aus dem Boden schossen. Daß er sich unter all den Newcomern gut behaupten kann, zeigt Fernandez mit seinen Weinen aus dem hervorragenden Jahrgang 2001. Nachdem der einflußreiche amerikanische Weinkritiker Robert Parker im April den Condado de Haza Tinto 2001 mit 91 Wertungspunkten bedacht hatte, den Tinto Pesquera 2001 gar mit 91-94 Punkten, waren beide Crianzas beim Produzenten flugs ausverkauft. Die kleine Menge, die wir davon abbekommen haben, haben wir erst einmal in unserem Keller versteckt, um sie Ihnen rechtzeitig zum Beginn der Rotweinsaison anbieten zu können.

 

TINTO PESQUERA 2001.........................................................................18,40 €
CONDADO DE HAZA 2001......................................................................16,00 €

Italien

 

Azienda Agraria Querciabella

(Greve in Chianti – Toskana)

Wer das Pech hatte, im Sommer 2003 in Nord- oder Mittelitalien zu weilen, konnte ernsthaft am Ruf des Sonnenlandes zweifeln. Angesichts nicht enden wollenden Dauerregens reiste so mancher Urlauber resigniert vorzeitig ab. Die Weinstöcke aber mußten dableiben. Etliche Winzer in Piemont produzierten erst gar keinen Wein, und auch die in der Toskana mußten sich sehr anstrengen, um etwas Trinkbares auf die Flasche zu bringen.
Verantwortungsbewußte Weingüter wie Querciabella konzentrieren ihre Bemühungen in einer solchen Situation darauf, einen guten Chianti Classico zu vinifizieren. Die Riserva und der Prestigewein Camartina, in guten Jahren einer der besten und teuersten Rotweine Italiens, mußten ihre Trauben dem Basiswein opfern. Rigorose Selektion der geernteten Trauben – es wurde weniger als die Hälfte der sonst üblichen Menge Rotwein produziert – und das Doping aus den Spitzenlagen ließen so einen der schönsten Chiantis entstehen, denen wir in den letzten Jahren begegnet sind. Eine Einschränkung müssen wir allerdings machen: Ein typischer Chianti Classico ist das nicht unbedingt! Die 15% Cabernet Sauvignon und 5% Merlot, sonst für den Camartina reserviert, sind deutlich herauszuschmecken , ebenso wie die Barriques aus französischer Eiche, in denen der Wein zwölf Monate lang ausgebaut wurde.
Schon im vorigen Jahr gab es ein vielbeachtetes Debüt bei Querciabella: den Palafreno. Diese Cuvee aus 55% Merlot und 45% Sangiovese rangiert in der gutsinternen Hierarchie unterhalb des Camartina und ist auch lange nicht so teuer. Nun kommt mit dem Palafreno 2001 der zweite und zugleich sehr gute Jahrgang auf den Markt. Ebenfalls achtzehn Monate in französischer Eiche ausgebaut, ist er ähnlich kraftvoll wie der Camartina, momentan aber wesentlich eleganter und zugänglicher.

 

CHIANTI CLASSICO QUERCIABELLA 2002............................................15,00 €
Neu: PALAFRENO 2001..........................................................................32,00 €

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 29.08.04 schrieb Stuart Pigott in seiner Weinkolumne einen Artikel über die Rebsorte Tempranillo. Dabei sprach er zwei Weinempfehlungen aus. Eine davon galt dem Pago Florentino, den wir Ihnen im Juni vorgestellt haben.
So schrieb Stuart Pigott:”Wesentlich üppiger schmecken die Tempranillo-Rotweine aus dem Gebiet La Mancha, der Hochebene südlich von Madrid. Hier wird die Sorte “Cencibel” genannt, und erst in den vergangenen Jahren haben eine Reihe von Winzern (unter ihnen Fernández) begonnen, ihr Qualitätspotential auszuloten. Eines der bisher beeindruckendsten Ergebnisse ist der 2002er “Pago Florentino” von Femal...Trotz seiner enormen Fülle und Kraft wirkt er weder breit noch marmeladig, seine Schwarzkirsch- sowie Minzeschokoladen-Aromen sind sehr ansprechend, und unter seiner Cremigkeit verbirgt sich eine imposante Struktur, die ihm auch ein langes Leben geben wird.”


Deutschland

 

Weingut Dr. Loosen

(Bernkastel – Mosel)

Unsere Skepsis gegenüber den vielerorts hochgelobten Jahrgang 2003 in Deutschland haben wir schon vor einigen Monaten anklingen lassen. Nach einer ganzen Reihe von Weinproben sehen wir uns in unserer Haltung bestätigt. Zwar gibt es viel Licht, aber auch sehr viel Schatten. „Ein Rebstock ist kein Kaktus“ betitelte ein Journalist seinen Bericht über diesen Jahrgang, der nach Auskunft der Meteorologen hierzulande der wärmste seit 1540 war. Tatsächlich fehlt es vielen Weinen an Klarheit, Frische und Brillanz, den traditionellen Stärken der einheimischen Gewächse. Stattdessen erinnern nur allzu oft unangenehme Bittertöne an die ungewöhnliche Trockenheit, die den Reben zu schaffen machte. Deutlich besser als der Durchschnitt scheint allerdings die Mosel davongekommen zu sein. Winzer Ernst Loosen sieht einen wesentlichen Grund dafür in den großenteils noch vorhandenen tiefreichenden, wurzelechten Rebstöcken, die der Reblaus, die an der Mosel zu Beginn des vorigen Jahrhunderts ihr Unwesen trieb, widerstanden haben. An dem harten Schieferboden, der für die Weinberge der Mosel typisch ist, biß sich dieser Schädling wahrhaftig die Zähne aus.
Wer trockene Weine bevorzugt, ist mit Loosens Riesling Blauschiefer 2003 bestens bedient. Der einzigartige Charakter der Moselweine mit ihrem Spannungsverhältnis von üppiger Frucht und mineralischer Säure kommt jedoch auch hier am besten bei den Weinen mit natürlicher Restsüße zur Geltung. Ernst Loosens Weine aus den besten Lagen der Mittelmosel gehören zu den gelungensten des Jahrgangs.

 

RIESLING QBA VILLA LOOSEN 1 L 2003................................................7,20 €
RIESLING BLAUSCHIEFER QBA TROCKEN 2003....................................8,60 €
RIESLING KABINETT BERNKASTELER LAY 2003...................................9,50 €
RIESLING KABINETT ÜRZIGER WÜRZGARTEN 2003............................10,60 €
RIESLING SPÄTLESE ÜRZIGER WÜRZGARTEN 2003...........................14,40 €
RIESLING SPÄTLESE ERDENER TREPPCHEN 2003.............................14,40 €
RIESLING AUSLESE ERDENER TREPPCHEN 0,375 L...........................14,00 €
RIESLING AUSLESE GOLDKAPSEL
WEHLENER SONNENUHR 2003 0,375 L................................................15,60 €

 

Weingut Reinhold Haart

(Piesport – Mosel)

Wenn wir Ihnen nun erstmals dieses Weingut vorstellen, so kommen wir um einen kurzen geschichtlichen Exkurs nicht herum. Der Hof von Theo und Edith Haart trägt die Adresse Ausoniusufer 18. Der römische Dichter Ausonius (310-393), der in seiner “Mosella” eine Moselfahrt von Bingen bis Trier beschrieb, lobte in seinen Versen den Wein aus dem antiken Pisonis Portus, und nur wenige Meter vom Haart‘schen Anwesen entfernt wurde vor einigen Jahren eine römische Kelter ausgegraben. Lange stand der Name Piesport als Synonym für Riesling, denn es war der Piesporter Pastor Johannes Hau, der in den sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts die
Moselwinzer davon überzeugte, den bis dahin dominierenden Elbling gegen den noblen Riesling auszutauschen. Die Stecklinge kamen aus einer Parzelle im Piesporter Goldtröpfchen, die sich heute im Besitz von Theo Haart befindet. Der gute Name Piesports wurde dann in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts von Weinbaufunktionären und Großkellereien mit der Schaffung einer fiktiven Großlage Piesporter Michelsberg ausgeschlachtet und ruiniert. Wenn das Goldtröpfchen heute als eine der großen Lagen an der Mosel gilt, vergleichbar der Wehlener Sonnenuhr, dem Ürziger Würzgarten, Erdener Prälat oder Brauneberger Juffer, so ist dies vor allem das Verdienst Theo Haarts. Seine Weine sind am treffendsten mit dem Attribut „barock“ charakterisiert, so opulent wirkt ihre Frucht. Dennoch besitzen sie dank der sie tragenden Säure eine wunderbare Frische und ein sehr klares Geschmacksbild, in welchem sich neben einer Reihe exotischer Fruchtnoten immer wieder Cassistöne bemerkbar machen. Dies gilt auch für einen Ausnahmejahrgang wie 2003. „Ein heißer Sommer kann bei Moselweinen eine zu geringe Säure hervorrufen, in Piesport jedoch ist er ein Rezept für große Weine. Hierfür zeichnen die äußerst tiefen Böden mit ihrer enormen Speicherkapazität verantwortlich; die Reben können lange heiße, trockene Perioden besser überstehen”,schrieb Stuart Pigott in seinem Buch Die großen deutschen Rieslingweine.
Neben den Parzellen in der Lage Goldtröpfchen mit den im Durchschnitt über 40 Jahre alten Reben besitzt die Familie Haart auch noch kleinere Anteile an anderen Lagen. Bei unserer diesjährigen Verkostung haben uns dabei besonders die Spätlesen aus dem Dhroner Hofberg angetan. Es ist faszinierend, wie sich die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten – Tonschiefer im Goldtröpfchen, höherer Rotschieferanteil im Dhroner Hofberg – bemerkbar machen.
Im Keller setzt Theo Haart auf Spontanvergärung mit Naturhefen. Diese lassen im Unterschied zu den Kultur- oder Reinzuchthefen im Wein eine größere Palette von Geschmacksnuancen entstehen. Die Vergärung geht in temperaturgesteuerten Edelstahltanks vonstatten. Anschließend wird der Wein zur Klärung und Reifung in große Holzfässer gefüllt. Wie auch Ernst Loosen gibt Haart der Produktion von Weinen mit Restsüße den Vorzug.
Seinen Basiswein nennt er Haart to Heart, denn ein Begriff wie feinherb oder halbtrocken würde nach seiner Überzeugung nicht nur seine zu 75% ausländische Kundschaft verwirren. Alle übrigen Weine fallen in die Kategorie der „fruchtigen“ oder „restsüßen“ Weine.

 

Neu:
HAART TO HEART RIESLING QbA 2003..................................................8,00 €
PIESPORTER GOLDTRÖPFCHEN RIESLING KABINETT 2003.................9,00 €
PIESPORTER GOLDTRÖPFCHENRIESLING
SPÄTLESE 1.LAGE 2003.......................................................................16,60 €
DHRONHOFBERGER RIESLING SPÄTLESE 2003.................................14,60 €
DHRONHOFBERGER RIESLING SPÄTLESE 2002 0,375 L......................8,20 €

 

Wer hat Angst vor Zucker - oder was Sie schon immer über trockene und süße Weine wissen wollten!

Trockene Weine sind gut, süße Weine sind irgendwie gepanscht und daher abzulehnen – dies ist eine weit verbreitete Meinung. Tatsache aber ist: es gibt gute und schlechte trockene Weine, und es gibt gute und schlechte nichttrockene Weine. Weine mit natürlicher Restsüße sind vorwiegend eine deutsche Spezialität. Anderswo gibt es auch süße Weine wie Port oder Sherry, wie Sauternes oder Recioto. Aber das ist ein anderes Kapitel.
Wir wollen uns hier auf die deutschen und österreichischen Weißweine konzentrieren, die in ihren restsüßen Varianten durch Fälschungsskandale in den siebziger und achtziger Jahren in Mißkredit geraten sind.

Was sind trockene Weine, wann ist ein Wein süß?

Trocken ist zunächst einmal ein technischer Begriff, der bedeutet, daß ein Wein durchgegoren ist. Durchgegorene Weine enthalten in der Regel weniger als 2 Gramm Restzucker. Nach dem deutschen Weingesetz darf ein als trocken deklarierter Wein bis zu 9 Gramm Restzucker enthalten.
Nicht geübte Weintrinker können allerdings hochklassige Weine mit hohem Alkoholgehalt, hohem Trockenextrakt und stark fruchtiger Komponente leicht für einen süßen Wein halten.

Wie kommt die Süße in den Wein?

Ganz natürlich, denn ohne Zucker gäbe es keinen Alkohol. Allerdings wird der in der Traube enthaltene Fruchtzucker mithilfe von Hefen durch die Gärung in Alkohol umgewandelt. Wenn ein Wein völlig durchgegoren ist, besitzt er immer noch einen Restzuckeranteil von bis zu 2 Gramm je Liter. Man kann allerdings die Gärung unterbrechen, indem man den im Gärtank befindlichen Wein stark herunterkühlt und die Hefe herausfiltriert. Dieses Verfahren wurde 1922 an der Mosel entwickelt. Bis dahin gab es fast nur durchgegorene Weine. Ausnahmen waren Weine, deren Trauben einen extrem hohen Zuckergehalt hatten. Der setzte zusammen mit der im Winter in den Kellern herrschenden Kälte dem Gärprozeß ein Ende.
Bis 1979 war das Verfahren der Naßzuckerung erlaubt, bei dem der trockene Wein mit Zuckerlösung gestreckt wurde. Diese pappig-süßen Spätlesen waren die Ursache für den schlechten Ruf der nichttrockenen Weine und letztlich der deutschen Weine überhaupt.
Ganz besonders raffiniert waren österreichische Winzer, die in den achtziger Jahren ihre Weine mit Frostschutzmittel süßten. Der Glykolskandal bedeutete fast das Aus für alle Weine mit Restsüße.

Machen süße Weine dick?

Wer sich bewußt ernährt, vermeidet Zucker in der Nahrung. Da haben Weine mit Restsüße zunächst einmal schlechte Karten. Wer Diät halten möchte, sollte beim Weingenuß ohnehin Zurückhaltung üben. Ein Liter trockener Weißwein mit 11% Alkohol enthält 700 Kilokalorien, von denen 600 auf den Alkohol entfallen, der Rest auf den Trockenextrakt. Ein Wein wie der oben genannte Riesling “Haart to Heart” weist neben den 11% Alkohol 25 Gramm Restzucker auf. Diese addieren sich auf den Liter bezogen zu weiteren 100 kcal. Wäre der Wein vollständig durchgegoren, hätte er 1,5 % mehr Alkohol. Diese würden mit 82 kcal zu Buche schlagen. Die Differenz zwischen einem trockenen und einem Wein mit etwas Restsüße beträgt in diesem Beispiel 18 kcal pro Liter oder 13,5 kcal bei der 0,75 Literflasche. Wie man sieht, ist die Differenz zwischen trockenen und nichttrockenen Weinen in der Energiebilanz zu vernachlässigen.

Was spricht für Weine mit natürlicher Restsüße?

Sie werden in der ENOTECA auch künftig keine Rotweine mit Restsüße finden. Auch in unserem Weißweinangebot werden die trockenen Weine weiterhin dominieren. Da sich Säure und Süße bis zu einem gewissen Grad gegenseitig neutralisieren, wirken restsüße Rieslingweine aus den nördliche deutschen Anbaugebieten – vor allem von der Mosel – aufgrund ihrer hohen Säure oft harmonischer als völlig durchgegorene Weine. Und sie sind – ein nicht zu unterschätzender Vorteil – alkoholärmer. Manche Moselrieslinge haben einen Alkoholgehalt von gerade einmal 7,5%.

Mit welchen Speisen kombiniert man süße Weine?

Nicht gerade mit Spaghetti mit Öl und Knoblauch oder mit Pizza. Aber ein Nudelgericht (auch Geflügel, Fisch oder Kalbfleisch) mit einer Sahnesauce passt zur etwas öligen Textur eines solchen Weines. Dann natürlich die geschmacklichen Gegenpole: salziger Käse, am besten mit Blauschimmel. Oder exotisch gewürzte Gerichte der asiatischen Küchen (besonders Thaicurries). Oder Süßspeisen bzw. Saucen in Verbindung wie Orangen, Aprikosen, Ananas, Mangos, Feigen, Rosinen usw.
Eine restsüße Spätlese eignet sich auch sehr gut zu Gerichten der klassischen deutschen Küche wie Gänsebraten oder Wild.
Kurzum: Für Experimentierfreudige eröffnen restsüße Weine ein weites Feld für Entdeckungen.


 

 
Die hier vorgestellten Weine können am Freitag, dem 8.10. und am Samstag, dem 9.10. zu den bekannten Öffnungszeiten in der ENOTECA verkostet werden.



Enoteca Blanck & Weber GbR
Inh: Werner Blanck und Jürgen Weber
Ludwigkirchstraße 11 • 10719
Öffnungszeiten Mo-Fr 11-20 • Sa 10-16 Uhr
Telefon: (030) 88 67 99 60 • Telefax: 88 67 99 61
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