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| Unsere
Themen im Herbst 2004 Teil 2 |
Sehr geehrter Besucher,
bei den folgenden Texten handelt es sich um archivierte Mailingtexte.
Unser aktuelles Produktangebot mit den aktuellen Preisen, finden
Sie unter dem Menüpunkt Enoteca Shop. |
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Fratelli
Pecchenino
(Dogliani Piemont)
Kürzlich gab es in der ENOTECA
eine Premiere. Orlando Pecchenino, Mitinhaber eines piemontesischen
Weingutes, besuchte uns und stellte einige Probeflaschen
seiner aktuellen Jahrgänge vor: zwei Dolcettos, einen
Barbera und einen Nebbiolo. Nun gut, ähnliche Besuche
haben wir häufig. Aber daß wir nach der Probe
sofort eine Bestellung abgaben, das hatte es noch nicht
gegeben. Alle Weine überzeugten uns auf Anhieb und
passen ausgezeichnet in unser Sortiment.
Der 25 Hektar-Hof der Brüder Orlando und Attilio Pecchenino
ist alter Familienbesitz und befindet sich in der Zone von
Dogliani (ca. 25 km südlich von Alba), die vor allem
für die Qualität ihres Dolcetto berühmt ist.
Dolcetto und Barbera sind die Alltagsweine in Piemont; Barolo
und Barbaresco kommen auch in ihrer Heimat nur zu besonderen
Gelegenheiten auf den Tisch. Daher lastet auf den erstgenannten
ein erheblicher Preisdruck, dem viele Winzer mit der Strategie
begegnen, möglichst hohe Erträge aus ihren Rebanlagen
herauszuholen.
Die Gebrüder Pecchenino gehen einen anderen Weg, und
sie mußten sich oft den Vorwurf anhören, ihre
Weine seien untypisch oder mehr noch, da müsse noch
etwas anderes als Dolcetto drin sein! Tatsächlich sind
ihre Weine sehr konzentriert. Sie selbst führen das
auf die einfache Tatsache zurück, dass sie die Erträge
auf 40-50 Hektoliter pro Hektar beschränken. Der Dolcetto
Siri dJermu wurde überdies einige Monate im Barrique
ausgebaut, ebenso wie der Barbera Quass und der Nebbiolo
Le Botte.
Luigi Veronelli, der berühmteste Restaurantkritiker
und Weinjournalist Italiens, verbindet mit dem Dolcetto
aus der Toplage Siri dJermu jedenfalls zwei Superlative:
der Wein mit dem für Nichtpiemontesen unaussprechlichsten
Namen und einer der besten seiner Art. Auch im Gambero Rosso
ist er auf die 3 Gläser abonniert. In ihm
verbinden sich die Aromen von reifen Waldfrüchten mit
den Röstaromen des Barriques. Er schmeckt trotz dieser
Ausbauart frisch und elegant.
Etwas weniger ambitioniert ist der Dolcetto San Luigi angelegt.
Er wurde im Stahltank ausgebaut und nimmt eher die Rolle
des Alltagsweines ein.
Daneben gibt es noch, wie schon erwähnt, einen Barbera
und seit dem Jahrgang 2001 auch einen Nebbiolo. Der Barbera
Quass ist einer der besten Barberas, die wir in den letzten
Jahren probiert haben. Er ist reichhaltig, gut strukturiert,
besitzt eine große Länge und eine perfekte Harmonie
zwischen roten Fruchtaromen, würzigen Noten und der
barberatypischen Säure, die sich in diesem Falle sehr
zurückhaltend bemerkbar macht.
Der Nebbiolo wächst in Sichtweite von Monforte, einem
der Orte, die zur Barolo-Appellation gehören. Da er
aber nicht innerhalb dieser Appellation beheimatet ist,
darf er sich nicht Barolo nennen, mag er auch noch so große
Ähnlichkeiten mit einem Barolo aufweisen. Dem klugen
Konsumenten ist das nur recht; er tröstet sich mit
dem erheblichen Preisvorteil!
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NEU:
DOLCETTO SAN LUIGI 2003.....................................................................9,90
€
DOLCETTO SIRI DJERMU 2003..............................................................
14,00 €
BARBERA QUASS 2001.........................................................................15,60
€
NEBBIOLO LE BOTTE 2001.....................................................................12,60
€
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Renato Ratti
(La Morra Piemont)
Kein noch so guter Nebbiolo kann jedoch
darüber hinwegtäuschen: Nur wo Barolo draufsteht,
ist auch Barolo drin. Daß sich nicht in jeder Flasche,
auf der Barolo steht, auch ein Wein befindet, der seinen
hohen Preis wert ist, ist eine andere Geschichte. Jedenfalls
sind wir froh, mit dem Barolo Marcenasco wieder einen Wein
in unserem Sortiment zu haben, der diesem Namen alle Ehre
macht. Allgemein kennzeichnend für den Barolo sind
komplexe Aromen von Waldfrüchten, Veilchen, Teer, trockenen
Rosen, Lakritze und weißen Trüffeln, ferner ein
festes Tannin- und Säuregerüst, Fülle und
alkoholische Wärme. Ein großes Problem bei diesem
Wein war es immer, die Maischestandzeit, während der
die Extraktion vonstatten geht, so kurz zu halten, daß
unerwünschte Bitternoten und übermäßige
Tannine ferngehalten werden, sie andererseits aber so lange
auszudehnen, daß der Wein seine Fülle bekommt
und genügend Geschmacksstoffe aufnehmen kann. Zu den
Pionieren der modernen Vinifizierungstechnik, die auf verkürzte
Maischestandzeiten und kürzeren Faßausbau setzten,
gehörte der vor 15 Jahren verstorbene Renato Ratti.
Der Name Ratti genießt in der Region immer noch hohes
Ansehen, denn Renato Ratti widmete einen großen Teil
seiner Arbeit der Erforschung der Geschichte des Barolo
und der Förderung des Ansehens der gesamten Region.
Die Kellerei wird heute von seinem Neffen Pietro Ratti und
dem Önologen Massimo Martinelli geleitet, der schon
mit Renato zusammengearbeitet hat.
Die einschlägigen Fachpublikationen stufen die Weine
der beiden als Grenzgänger zwischen Tradition und Moderne
ein. Der Barolo Marcenasco hatte eine vergleichsweise Maischestandzeit
(Mazerationsdauer) von neun Tagen und wurde danach zwei
Jahre in Holzfässern ausgebaut, teils in großen
aus slawonischer Eiche, teils in kleinen französischen
Barriques. Er erweist sich als sehr zugänglich und
bei aller Kraft und Konzentration fast leichtfüßig.
Schon jetzt bereitet er viel Trinkgenuß, obwohl er
nach Auskunft der Kellerei durchaus noch eine Lebensdauer
von 25 Jahren besitzt.
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NEU: BAROLO MARCENASCO
2000......................................................38,00
€
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Torre
dei Beati
(Loreto Aprutino Abruzzen)
Daß in einer Zeit, in der sich
auch die unbedeutendsten Neuigkeiten in Sekundenschnelle
um den Erdball verbreiten, ein Wein wie der Montepulciano
dAbruzzo Torre dei Beati auch noch zwei Jahre nach
seiner Premiere den Status eines Geheimtipps besitzt, ist
kaum zu fassen! In den einschlägigen Weinführern
kommt er jedenfalls nicht vor. Seis drum! Mehr als
1200 Flaschen können wir Ihnen davon nicht anbieten,
und diejenigen unter unseren Kunden, die ihn bereits kennen,
werden sich beeilen, die verfügbare Menge schnell auf
Null zu reduzieren. Der 2003er zeigt wieder die Qualitäten
des 2001ers: sehr konzentriert, reichhaltig, dennoch zugänglich
und ein Quell der Freude!
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MONTEPULCIANO DABRUZZO
2003.......................................................7,90
€
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Castello dei
Rampolla
(Panzano Toskana)
Bereits in unserem letzten Mailing beschrieben
wir am Beispiel des in der Nachbargemeinde Greve liegenden
Weingutes Querciabella die Schwierigkeiten, mit denen der
Jahrgang 2002 die Winzer konfrontierte. Viel Regen und wenig
Sonne behinderten den Reifeprozeß der Trauben. Luca
und Maurizia di Napoli Rampolla und ihr Berater Giacomo
Tachis zogen daraus den gleichen Schluß wie die Verantwortlichen
bei Querciabella. Sie verzichteten auf ihre Prestigeweine
Sammarco und DAlceo und unterwarfen die gesamte Ernte
einer rigorosen Selektion. Es gibt also nur den einfachen
Chianti, der dieses Mal auch einen spürbaren Anteil
Cabernet Sauvignon enthält und uns auf der Weinmesse
im April in Verona geradezu begeisterte. Nicht unerwähnt
soll bleiben, daß die ENOTECA noch über einen
kleinen Vorrat an älteren Jahrgängen Sammarco
und DAlceo verfügt.
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CHIANTI
CLASSICO 2002........................................................................15,00
€
CHIANTI CLASSICO 2001.......................................................................
15,00 €
SAMMARCO 1999..................................................................................
56,00 €
DALCEO 2000......................................................................................
105,00 €
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Fattoria di
Magliano
(Magliano Toskana)
In den 90er Jahren erlebte die südliche
Maremma einen Investitionsboom. Viele Weingüter aus
der zentralen Toskana legten sich damals ein zweites Standbein
in der wärmeren Küstenregion zu. Die Nachfrage
nach toskanischem Wein überstieg damals das Angebot
bei weitem, und die Gegend bot günstige klimatische
Voraussetzungen. Traditionell wurde hier schon im 19.Jahrhundert
mit dem Morellino di Scansano ein Wein erzeugt, der wie
der Chianti auf der Sangiovesetraube basierte. Aber natürlich
wurden hier auch die internationalen Rebsorten angepflanzt,
die weiter nördlich in der Gegend von Bolgheri aufsehenerregende
Resultate erbracht hatten, nämlich Cabernet Sauvignon,
Merlot und Syrah. Unser Eindruck, und er bestätigt
sich bei Proben immer wieder, ist jedoch, daß die
südliche Maremma für den Anbau von Sangiovese
prädestiniert ist.
Der beste Morellino, den wir bislang gefunden haben, stammt
von der Fattoria di Magliano, einem Agroturismobetrieb im
Besitz des Luccheser Schuhfabrikanten Agostino Lenci. Signor
Lenci, der übrigens ausgezeichnet Deutsch spricht,
ließ 1998 38 Hektar Land mit den oben genannten Rebsorten
sowie mit der weißen Rebsorte Vermentino bepflanzen.
Die Rebstöcke stehen sämtlich auf 80-140 Metern
Höhe über dem Meer in Südlage und sind mit
6400 Stöcken pro Hektar modernen Erkenntnissen entsprechend
dicht gesetzt. Der Boden wird als skelettreich mit mittellockerer
Textur beschrieben, worunter sich der Laie Ablagerungen
von ehemaligem Meeresgetier vorstellen kann. (Diese genauen
Hinweise geben wir nur für den Fall, daß Sie
zu Weihnachten ein paar Rebstöcke geschenkt bekommen
und nicht wissen, wohin damit.) Der Morellino Heba der Fattoria
di Magliano besteht zu 85% aus Sangiovese und wurde 8 Monate
in Barriques aus französischer Eiche ausgebaut. Daß
dennoch die Primäraromen mit einem kräftigen und
warmen Kirschton dominieren, läßt auf die hohe
Qualität des verwendeten Traubenmaterials schließen.
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NEU:
MORELLINO DI SCANSANO HEBA 2003..............................................
11,20 €
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Pago
de los Capellanes
(Pedrosa de Duero Kastilien)
Besonders listige Kunden fragen uns häufig nach unseren
Lieblingsweinen. So erhoffen sie, Hinweise auf die Perlen
im ENOTECA-Sortiment zu erhalten. Die schlichte Wahrheit
ist: Es gibt keine Lieblingsweine! Wer uns schon länger
kennt, weiß, daß es immer wieder andere Weine
gibt, die uns faszinieren, und meistens begeistern wir uns
für die gerade neu eingetroffenen. Pago de los Capellanes
ist allerdings ein Weingut, dessen Weine uns seit vielen
Jahren sehr gut gefallen. Insbesondere die Semicrianza galt
uns seit jeher als Referenzwein für sämtliche
Konkurrenzprodukte dieser Kategorie. Gelegentlich wurde
gegen die Weine von Pago de los Capellanes eingewendet,
sie seien untypisch für die Region, da sie neben Tempranillo
noch andere Rebsorten enthielten. Allerdings lassen die
Bestimmungen der D.O. 20% andere Trauben zu, weil Vega Sicilia,
die Urmutter aller Riberas, schon immer exakt
diesen Anteil an Cabernet Sauvignon, Merlot und Malbec enthielt.
Auch das Ehepaar Rodero-Villa, die Eigentümer von Pago
de los Capellanes, hält einen 20% igen Anteil von Cabernet
Sauvignon und Merlot für geeignet, um einen ernsthaften
und kräftigen, aber gleichzeitig feinen und eleganten
Wein zu kreieren. Eleganz, ein nobler Charakter und
Klarheit waren auch immer die Merkmale, die uns für
diesen Wein einnahmen. Wenn er dennoch für einige Jahre
nicht in der ENOTECA zu finden war, so lag es an den Vertriebswegen,
die das Weingut eingeschlagen hatte und mit denen wir nicht
einverstanden waren.
Der beste unter den neuen Riberas, vermerkt
der wichtigste spanische Weinführer, der Guia
Peñin lakonisch zum Joven Roble 2002 dieses
Weingutes. Auch der soeben freigegebene Jahrgang 2003 wird
da sind wir sicher eine ähnlich positive
Beurteilung finden.
Joven Roble, dies noch kurz zur Erklärung, bezeichnet
die Art des Ausbaus und bedeutet in diesem Fall 3 Monate
im Barrique aus amerikanischer Eiche.
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NEU:
PAGO DE LOS CAPELLANES JOVEN ROBLE 2003...............................11,00
€
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Julia Roch e
Hijos
(Jumilla Jumilla)
Auf den Hüllen alter Rollig Stones LPs fand sich
zu unserem Entzücken die Aufforderung: Play this
music loud!. Entsprechend sollte auf dem Etikett des
Casa Castillo 2003 geschrieben stehen: Trinken Sie
diesen Wein jung! Tatsächlich offenbaren sich
die Qualitäten dieser Cuveé aus Monastrell und
Tempranillo am besten in diesem Stadium. In seinem Aromenspektrum
dominieren Brombeer- und Heidelbeeraromen, und trotz seines
fleischigen Körpers erfreut er uns mit jugendlicher
Frische.
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CASA CASTILLO
2003............................................................................
6,60 €
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Die hier vorgestellten Weine können
am Freitag, dem 19.11.
und am Samstag, dem 20.11.
zu den bekannten Öffnungszeiten in der ENOTECA verkostet
werden.
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Enoteca Blanck & Weber GbR
Inh: Werner Blanck und Jürgen Weber
Ludwigkirchstraße 11 10719
Öffnungszeiten Mo-Fr 11-20 Sa 10-16 Uhr
Telefon: (030) 88 67 99 60 Telefax: 88 67 99 61
mail@enoteca-blanck.de

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