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| Unsere
Themen im Mai 2004 |
Sehr
geehrter Besucher,
bei den folgenden Texten handelt es sich um archivierte Mailingtexte.
Unser aktuelles Produktangebot mit den aktuellen Preisen, finden
Sie unter dem Menüpunkt Enoteca Shop. |
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Weingut Paul Kerschbaum

(Horitschon
Mittelburgenland)
Hier
also, im Burgenland, soll sich nach vollzogener EU- Osterweiterung
die neue Mitte Europas befinden. Vorerst jedoch wirkt die
teils bergige, teils hügelige und dünnbesiedelte
waldreiche Region östlich der Autobahn Wien - Graz noch
sehr abgeschieden. Wenn der Reisende spätabends in einem
hochgelegenen mittelalterlichen Burghotel absteigt, kann er
durchaus den Eindruck haben, er befinde sich in jenem sagenumwobenen
Land, das einige hundert Kilometer weiter südöstlich
liegt. Setzt er jedoch am nächsten Morgen seine Reise
Richtung Osten fort, wird ihm rasch klar, daß es hier
um einen anderen roten Saft geht als im Transsylvanien des
Grafen Dracula. Das zur ungarischen Tiefebene abfallende Hügelland
ist Österreichs Rotweingebiet Nummer eins. Im Einflußbereich
des sommerwarmen Kontinentalklimas reifen vor allem die traditionellen
österreichischen Rebsorten Zweigelt und Blaufränkisch;
mit den Umwälzungen der Weinbereitung in den achtziger
und neunziger Jahren (die überhaupt erst ernstzunehmende
Rotweine hervorbrachten) kamen Cabernet Sauvignon und Merlot
hinzu.
Insbesondere dem Merlot scheint auf den lehm- und tonhaltigen
Böden, wie man sie auch in den besten Lagen Pomerols
und St. Emilions findet, eine große Zukunft bevorzustehen.
Daran glaubte offenbar auch Paul Kerschbaum, als er 1999 damit
begann, Merlot zu pflanzen. Auf die Ergebnisse werden wir
noch etwas warten müssen, aber erste Faßproben
beeindrucken schon jetzt.
Zur Zeit gibt es Zweigelt und Blaufränkisch, die beide
auf traditionelle Art im großen Holzfaß ausgebaut
wurden und sich sehr warm und offen präsentieren. Aus
der Lage Hochäcker stammt ein in gebrauchten Barriques
ausgebauter Blaufränkisch rund, körperreich,
saftig mit dezentem Holztouch. Über diesem rangiert der
Blaufränkisch aus der privilegierten Lage Dürrau,
ein kraftvoller Wein mit Feuer und Fruchtsüße,
der seine Kaffee- und Schokoladennoten dem Ausbau in Barriques
in Erst- und Zweitbelegung verdankt. Ausschließlich
in neuen kleinen Holzfässern aus Allier-Eiche reift für
12 Monate die Cuvee Impresario. Sie setzt sich aus jeweils
40% Zweigelt und Blaufränkisch zusammen, sowie aus 20%
Cabernet Sauvignon, der hier seit 1992 angebaut wird.
Paul Kerschbaum ist ein Mann mit klaren Zielvorstellungen
und beeindruckender Schaffenskraft. Davon zeugen neben seinen
Weinen auch das neue mustergültige Kellereigebäude
mit achthundert Barriques und zwanzig speziell nach seinen
Vorstellungen gebauten Gärtanks, die eine intensivere
Maischeextraktion bewirken sollen.
Horitschon ist übrigens die Nachbargemeinde von Deutschkreuz.
Dieser Ort rückte plötzlich im Sommer 1998 in den
Mittelpunkt des Weltgeschehens, als tausende von Ostdeutschen
den löchrig gewordenen ungarischen Grenzzaun überwanden
und damit letztlich das Ende der DDR herbeiführten.
| ZWEIGELT
2003 |
7,90
€ |
| BLAUFRÄNKISCH
2003 |
8,50
€ |
| BLAUFRÄNKISCH
HOCHÄCKER 2002 |
10,50
€ |
| BLAUFRÄNKISCH
DÜRRAU 2002 |
21,00
€ |
| CUVEE
IMPRESARIO 2002 |
28,00
€ |
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Weingut Wachtstetter

(Pfaffenhofen
Württemberg)
Rotwein
war in Deutschland lange Zeit vielleicht ein noch traurigeres
Kapitel als in Österreich.
Längere Maischestandzeiten, biologischer Säureabbau
und der Gebrauch von Barriques waren verpönt, mit einer
offiziellen Anerkennung als Qualitätswein durch die zuständigen
Behörden konnten derartig vinifizierte Weine nicht rechnen;
Cabernet und Merlot durften nur im Versuchsanbau gepflanzt
werden. Hinzu kamen die Konsumgewohnheiten. Bis heute dominiert
in Deutschlands vorrangiger Rotweinregion Württemberg
der Viertelesschlotzer. Der Schwabe trinkt seinen
hellroten Trollinger aus dem traditionellen Henkelglas und
das in solchen Mengen, daß die Winzer im Ländle
bislang kaum Anreiz hatten, von der Tradition zu lassen. Anspruchsvolleren
Weintrinkern blieb kaum eine andere Alternative, als ihren
Rotwein aus dem Ausland zu beziehen.
Die Situation begann sich vor ca. 15 Jahren allmählich
zu ändern, auch wenn die Winzer noch lange hinter ihren
Möglichkeiten zurück blieben. Aber langsam kommt
doch Schwung in den Laden Globalisierung auf schwäbisch
könnte man sagen, und die ENOTECA kann jetzt mit Überzeugung
Rotweine aus Württemberg anbieten. Zunächst von
Rainer Wachtstätter aus Pfaffenhofen im Kraichgau. Er
gehört zu einer Fünfergruppe, die sich Junges
Schwaben nennt. Die fünf treffen sich regelmäßig,
um ihre Weine zu probieren und zu kritisieren, aber auch,
um sich gegenseitig zu unterstützen. Ermutigt werden
sie dabei von dem Stuttgarter Sommelier, Weinhändler
und Autor Bernd Kreis.
Die Familie Wachtstetter besitzt neben einem echt schwäbischen
Wirtshaus elf Hektar veritable Weinberge Steillagen
am kilometerlang sich hinziehenden Heuchelberg mit mineralreichen
Keuper- und Schilfsandsteinverwitterungsböden. Für
die Stammkunden und Wirtshausgäste werden immer noch
die traditionellen halbtrockenen Weine erzeugt.
Deutlich interessanter sind aber die zwei Linien mit trocken
ausgebauten Rotweinen. Die eine umfaßt die Weine, die
teils im traditionellen großen Holzfaß, teils
im gebrauchten Barrique gereift sind; die andere solche, die
in stark getoasteten, d.h. ausgebrannten neuen Barriques ausgebaut
werden. (Der Toastungsgrad des Holzes ist verantwortlich für
die Röstaromen im Wein).
Wachtstetters Ideal sind kraftvolle, komplexe Rotweine, die
im internationalen Vergleich bestehen können. Sie setzen
hundertprozentig gesundes und konsequent selektioniertes Lesegut
von hohem Reifegrad voraus. Wachtstetter arbeitet dabei mit
den traditionellen Rebsorten Spätburgunder und Lemberger
Lemberger ist übrigens identisch mit dem österreichischen
Blaufränkisch.
Für seine Cuvees verwendet Wachtstetter auch die Neuzüchtungen
Acolon (Blauer Limberger x Dornfelder) und Cabernet Cubin
(Blauer Limberger x Cabernet Sauvignon). Die folgenden Weine
aus seinem umfangreichen Sortiment finden wir besonders gelungen
und richtungweisend:
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LEMBERGER
TROCKEN 2002
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8,20
€ |
CUVÉE
LOUIS 2002
(SPÄTBURGUNDER, LEMBERGER, ACOLON) |
8,90
€ |
SPÄTBURGUNDER
ERNST COMBÉ
IM BARRIQUE GEREIFT 2002 |
18,00
€ |
ERNST
COMBÉ CUVÉE
IM BARRIQUE GEREIFT 2002
(SPÄTBURGUNDER, LEMBERGER,
CABERNET CUBIN)
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20,00
€ |
Nun
ja und wenn ein Trollinger so gut geraten ist, daß
er nicht bloß wie ein leicht alkoholisierter Fruchtsaft
schmeckt, sondern wie ein schöner Sommerwein, warum nicht
...
| TROLLINGER
QBA 2002 1 LITER |
6,00
€ |
Und
dann macht Reiner Wachtstetter noch Sekt ganz ausgezeichneten
sogar: Rieslingsekt mit einem Hefelager von zehn Monaten (Brut)
bzw. siebzehn Monaten (Extra Brut); sowie einen Sekt von weißgekelterten
Lembergertrauben mit elf Monaten Hefelager. Daß die
Trauben Spätlesequalität besaßen, spürt
man durchaus. Alle Schaumweine haben ein großes Volumen,
eine beträchtliche Länge und einen angenehm cremigen
Geschmack.
| RIESLING
SEKT BRUT 2002 |
11,30
€ |
| RIESLING
SEKT EXTRA BRUT 2002 |
11,60
€ |
| LEMBERGER
SEKT WEIßGEKELTERT BRUT 2002 |
11,30
€ |
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Azienda
Agricola Sartarelli

(Poggio
San Marcello Marken)
Mittel-
und Süditalien sind nicht unbedingt unsere bevorzugten
Regionen, wenn es um Weißwein geht. Den meisten Weinen
von dort, auch wenn sie inzwischen keine offenkundigen Fehler
mehr aufweisen, mangelt es an Originalität; man könnte
auch sagen: sie wirken ein bißchen belanglos! Eine
der rühmlichen Ausnahme ist der Verdicchio. Diese Traube
liefert kräftige und doch zugleich sehr weiche Weine
mit ausreichend Säure und sehr ansprechenden Aromen.
Wir kennen keinen anderen Weißwein, der so vielseitig
einsetzbar ist wie dieser: Salate, Pastagerichte mit Gemüse,
Fisch oder Meeresfrüchten, Seefisch, Süßwasserfisch
(roh, gedünstet oder gebraten), Spargelgerichte, helles
Fleisch es gibt fast nichts, was der Verdicchio nicht
mitmacht. Hinzu kommt, daß diese Rebsorte selbst bei
relativ hohen Erntemengen nicht schwächelt. Infolgedessen
bietet ein Verdicchio aus einem guten Hause wie z.B. Sartarelli
und einem guten Jahrgang wie 2003 ein fast unschlagbares
Preis- Qualitätsverhältnis.
| VERDICCHIO
DEI CASTELLI DI JESI 2003 |
5,90
€ |
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Cantina
Il Nuraghe

(Mogoro-Oristano
Sardinien)
Die
andere rühmenswerte Ausnahme, um den Faden aus dem vorangegangenen
Abschnitt wieder aufzunehmen, ist der Vermentino. Er ist im
ligurisch-toskanischen Küstenbogen beheimatet, sowie
auf den Inseln Korsika und Sardinien. Gewisse Ertragsbeschränkungen
vorausgesetzt, ergibt diese Rebsorte Weine mit sehr ansprechendem
Bouquet, in dem sich Zitrus- mit anderen exotischen Aromen
mischen. Liegen die Stärken des Verdicchio mehr auf Seiten
des Körpers, so dominiert der Vermentino bei den Aromen.
Die Cantina Il Nuraghe ist, typisch für Sardiniens Weinwirtschaft,
ein Genossenschaftsbetrieb. Neben den zwei Vermentinos machten
auch die anderen hier erzeugten Weine bei unserer ersten Probe
einen sehr guten Eindruck: der etwas weniger aromatische und
als Begleiter zu Krustentieren empfohlene Nuragus Aio,
zwei weitere charaktervolle Weiße aus der Rebsorte Semidano
(die wir bis dato noch nicht kannten und über die auch
kein bekanntes Nachschlagewerk Auskunft gibt) und schließlich
die beiden unkompliziert süffigen Rotweine aus der autochtonen
Rebsorte Monica.
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VERMENTINO
DI SARDEGNA LE GIARE 2003
|
6,20
€ |
| VERMENTINO
DI SARDEGNA DON GIOVANNI 2003 |
9,20
€ |
| NURAGUS
DI CAGLIARI AIO 2003 |
7,20
€ |
| SARDEGNA
SEMIDANO ANASTASIA 2003 |
10,00
€ |
| SARDEGNA
SEMIDANO PUISTERIS 2002 |
22,00
€ |
| MONICA
DI SARDEGNA COLLE MORESCO 2002 |
7,00
€ |
| MONICA
DI SARDEGNA SAN BERNARDINO 2001 |
10,50
€ |
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San
Filippo - Fanti
Eredi Fuligni

(Montalcino
Toskana)
Eine
der meistdiskutierten Fragen in der ENOTECA lautet: Ist
der Brunello seinen hohen Preis wert?
Abgesehen davon, daß jeder diese Frage für sich
allein entscheiden muß, läßt sich feststellen,
daß die jährlich 3,5 Millionen Flaschen bislang
immer noch genügend Abnehmer in aller Welt finden.
Und nicht nur dies! Nachdem bekannt geworden war, daß
die amerikanische Zeitschrift Wine Spectator
den `99er Brunello von Fuligni mit 95 Punkten, den von Fanti
gar mit 98 Punkten bewertet hatte, setzte ein heftiges Gerangel
um die verfügbaren Mengen ein. Als alte Kunden hatten
wir einen gewissen Startvorteil, mußten uns aber schließlich
auch mit einer knappen Zuteilung zufrieden geben. Was nun
die eingangs gestellte Frage betrifft, so haben Sie die
Gelegenheit, sie auf unserer kommenden Weinprobe für
sich zu beantworten.
Wer einen Wein aus Montalcino zu einem gemäßigteren
Preis kaufen möchte, der kann entweder auf den Rosso
di Montalcino oder auf Filippo Fantis Sant`Antimo Rosso
zurückgreifen. Da der Jahrgang 2002 als schwach eingestuft
wurde, verzichteten verantwortungsbewußte Produzenten
darauf, aus diesem Jahrgang einen Brunello zu produzieren.
Die dafür vorgesehenen Trauben fanden für den
Rosso Verwendung, der dadurch eine beträchtliche
Aufwertung erfuhr.
Einer der Lieblingsweine unserer Kunden im letzten Jahr
war der Rosso Sant´Antimo Sangiovese
at its best lautete das Prädikat, das wir ihm
verliehen. Auch der aktuelle 2002er zeigt sehr gute Anlagen,
so daß wir das Prädikat auch auf ihn übertragen.
| GINESTRETO
ROSSO DI MONTALCINO 2002 FULIGNI |
13,90
€ |
| BRUNELLO
DI MONTALCINO 1999 FULIGNI |
38,00
€ |
| SANT´ANTIMO
ROSSO 2002 FANTI |
8,60
€ |
| ROSSO
DI MONTALCINO 2002 FANTI (im Herbst) |
12,60
€ |
| ROSSO
DI MONTALCINO 2001 FANTI |
12,60
€ |
| BRUNELLO
DI MONTALCINO 1999 |
35,00
€ |
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Die hier vorgestellten Weine können
am Freitag, den 14. Mai 2004 und am Samstag, den
15. Mai 2004 zu den bekannten Öffnungszeiten in der
ENOTECA verkostet werden.
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Enoteca Blanck & Weber GbR
Inh: Werner Blanck und Jürgen Weber
Ludwigkirchstraße 11 10719
Öffnungszeiten Mo-Fr 11-20 Sa 10-16 Uhr
Telefon: (030) 88 67 99 60 Telefax: 88 67 99 61
mail@enoteca-blanck.de

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