| Unsere Themen im Juni 2002 |
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Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann Jordan

(Deidesheim - Pfalz)
Bis vor wenigen Jahren galt unter Weinkennern als ausgemacht: Die besten deutschen Weiß- und Grauburgunder kommen aus Baden!. Doch diese Monopolstellung gilt nicht mehr. Mittlerweile redet die Pfalz, derzeit wohl die dynamischste deutsche Weinregion, ein gewichtiges Wörtchen mit. Dafür stehen Namen wie Rebholz, Wittmann, Keller, Bergdolt und nicht zuletzt Bassermann-Jordan. Vor allem der Grauburgunder versetzte uns bei einer Probe in mittelschwere Verzückung.
Dieser 'deutsche' Pinot Grigio ist ein sehr charaktervoller, kräftiger Wein. Da er partiell im Barrique ausgebaut wurde, mischen sich in die dunklen Walnuß- die charakteristischen vanilligen Röstaromen. Wunderbarerweise schmeckt er aber auch sehr frisch und süffig und zeigt darüber hinaus eine elegante Struktur. Etwas leichter und in der Aromatik deutlich heller, im Mund geradezu buttrig weich, tritt der Weißburgunder auf. Beide Burgundersorten tragen keine Lagenbezeichnung, da sie jeweils in einer Einzellage stehen; auch sind sie nicht klassifiziert (z.b. Kabinett oder Spätlese) und sie werden immer trocken ausgebaut.
Das Weingut Bassermann- Jordan, wie wir es unter Fortlassung aller barocker Schnörkel nennen wollen, befand sich Mitte der neunziger Jahre nicht nur in Folge des Todes seines Besitzers in ernsthaften Turbulenzen. Seiner Witwe Margrit von Bassermann-Jordan gelang es jedoch mit der Verpflichtung des renommierten Kellermeisters Ulrich Mell, das Steuer herumzureißen. Der erneute Weg unter die besten Weingüter der Region war angesichts des vorhandenen Potentials damit vorgezeichnet. Traditioneller Schwerpunkt war bei Bassermann-Jordan jedoch immer die Rieslingtraube.
Wir möchten Ihnen zunächst zwei 'Basisrieslinge' aus dem sehr guten Jahrgang 2001 vorstellen: zum einen den Riesling QbA trocken und zum anderen den Riesling Kabinett trocken - beide in der Literflasche und mit Schraubverschluß (angesichts der sich häufenden Probleme mit dem Naturkork von unserer Seite heftig befürwortet) ausgestattet. Rassig, saftig und weich mit typischer aromatischer Rieslingfrucht - nicht die schlechtesten Attribute für einen preiswerten Alltagswein wie wir meinen!
| BASSERMAN-JORDAN RIESLING QBA TROCKEN 2001 |
6,30 € |
| BASSERMANN-JORDAN RIESLING KABINETT TROCKEN 2001 |
7,20 € |
| BASSERMANN-JORDAN WEISSER BURGUNDER TROCKEN 2001 |
7,20 € |
| BASSERMANN-JORDAN GRAUER BURGUNDER TROCKEN 2001 |
8,10 € |
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Pieve del Vescovo

(Corciano - Umbrien)
Ein wunderbarer Sommerrotwein ist auch der `99er Piovano von den Hügeln am Ufer des Trasimenischen Sees. Mit seinen frischen Himbeer- und Blaubeeraromen ist er am besten leicht gekühlt zu genießen. (Ohnehin finden wir, dass viele Rotweine viel zu warm getrunken werden - Temperaturen von mehr als 20 Grad sind dem Weingenuß eher abträglich) Seine spezifische Art verdankt er einer Mixtur aus den tpischen mittelitalienischen Rebsorten Canaiolo, Sangiovese und Ciliegiolo sowie der „Beaujolaistraube“ Gamay und nicht zuletzt der helfenden Hand des renommierten Önologen Riccardo Cotarella.
| ROSSO DEL UMBRIA "PIOVANO" 1999 |
6,60 € |
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La Carraia

(Orvieto - Umbrien)
Überraschte uns vor einem Jahr das Schwesterweingut Falesco mit einem neuen reinsortigen Merlot, so ist diesmal La Carraia am Zuge. Mit Riccardo Cotarella ist der Autor jedoch derselbe. Tizzonero heißt die Neuerscheinung und ist eine Mischung aus 60% Cabernet und
40 % Merlot - also gewissermaßen ein kleiner Fobiano. Er entstammt sechs Jahre alten Reben und wurde sechs Monate in französischer Eiche ausgebaut. Auch wenn er jetzt schon mit sehr viel saftiger Schwarzkirschfrucht aufwartet, besitzt er noch ein großes Entwicklungspotential. Wer also über Lagermöglichkeiten verfügt, findet in diesem Wein ein sehr lohnendes Kaufobjekt.
Der Sangiovese Umbria ist preisbewußten Kunden schon seit längerem ein guter Bekannter. Drei Monate Ausbau in Nevers-Eiche verleihen ihm eine gute Struktur und Länge. Ein weiterer Vorzug ist seine vielseitige Einsetzbarkeit: Pastagerichte, dunkles Fleisch, auch Wild und natürlich Käse und Salami finden in ihm einen idealen Begleiter.
Hinter den exzellenten Roten muß sich der weiße Poggio Calvelli keineswegs verstecken. Neben den gebietstypischen Sorten Grecchetto und Trebbiano enthält er Malvasia und Chardonnay, was ihm zu mehr Körper und Aroma verhilft. Die Fermentation im Barrique unterstreicht seinen Charakter. Ein gelungenes Beispiel für einen Orvieto neuen Stils!
| SANGIOVESE UMBRIA 2001 |
6,60 € |
| NEU: TIZZONERO 2000 |
9,40 € |
| ORVIETO CLASSICO "POGGIO CALVELLI" 2001 |
5,90 € |
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Falesco

(Montefiascone - Latium)
Auch Falesco hat sich um die Erneuerung nicht nur eines Namens, sondern einer ganzen Anbauzone verdient gemacht. Ende der siebziger Jahre erwarben die Gebrüder Cotarella ein Weingut bei Montefiascone. Die Weine dieser Gegend zehrten bloß noch vom inzwischen längst verblaßten Ruhm vergangener Zeiten. Nicht nur war die Kellertechnik hoffnungslos rückständig - oxidierte Weißweine waren die Regel - auch waren wertvolle alte Reben den auf Massenertrag orientierten Neuanpflanzungen der sechziger Jahre zum Opfer gefallen. So galt die erste Bemühung der neuen Weingutsbesitzer der Auffindung alter Rebstöcke und Bewahrung ihrer Klone.
Damit einher ging die Untersuchung der Weinberge auf ihre spezifischen Voraussetzungen und Eignungen. Der erste Wein, den sie 1989 unter eigenem Namen abfüllten entstammte der Lage Poggio dei Gelsi, der bis heute unter anderen die wertvolle, sehr aromatische Rebsorte Roschetta enthält.
Ebenso systematisch gingen Brüder bei der Entwicklung ihrer Rotweine vor. Ihr neuer Wein, der Montiano, enstammt einem alten Merlotklon und wurde 1993 erstmals vinifiziert. Er gilt heute als einer der großen neuen Rotweine Italiens. Zwei Jahre später folgte der Vitiano, eine Cuvée aus Sangiovese, Cabernet und Merlot, der, spätestens seit Robert Parker den 2000er Jahrgang mit 91 Punkten bewertete, in den Weinolymp, aufgerückt ist. Im letzten Jahr konnten wir ihnen erstmals den phantastischen neuen Merlot Umbria vorstellen. Der aktuelle Jahrgang 2001 steht dem Premierenjahrgang in puncto Farbe, Konzentration und Länge in nichts nach. Wer kann, sollte diesen Wein mindestens zwei Jahre einlagern. Dieser Rat ergeht nicht zuletzt in Hinsicht auf die sehr kundenfreundlichen Preise, die Falesco (ebenso wie La Carraia) für seine Weine fordert. Anderswo ist man da weit weniger zurückhaltend! Ach ja - einen leichten, spritzigen Weißwein machen sie auch noch bei Falesco: einen modernen Est! Est!! Est!!! di Montefiascone eben.
| EST! EST!! EST!!! DI MONTEFIASCONE 2001 |
5,60 € |
EST! EST!! EST!!! DI MONTEFIASCONE
"POGGIO DEI GELSI" 2001 |
7,60 € |
| VITIANO 2001 |
7,60 € |
| UMBRIA MERLOT |
13,40 € |
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Antica Masseria del Sigillo

(Guagnano - Apulien)
Angesichts der starken Nachfrage könnte man meinen, Primitivo sei
die einzige interessante Rebsorte Apuliens. Doch stand auch im letzten Jahr schon der Salice Salentino 'Il Secondo', bestehend aus Negroamaro und Malvasia Nera, hoch in der Gunst der ENOTECA-Kunden. Was man aus diesen Trauben machen kann, zeigt eine Novität dieser für apulische Verhältnisse kleinen aber feinen Kellerei. Der Hillyrios (85% Negroamaro und 15% Malvasia Nera) wurde zur Häfte für sechs Monate im Barrique ausgebaut, die andere Hälfte verblieb im Stahltank. Damit bewies der Önologe Oronzo Alò gutes Fingerspitzengefühl, denn der Wein ist wunderbar ausgewogen und bei aller reifen, dunklen Frucht ist ihm nichts Überladenes eigen. Ein erneutes Anzeichen dafür, dass der Weinbau Süditaliens auf gutem Wege ist!
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Planeta

(Sambuca-Sizilien)
Auf gutem Wege befindet sich offenbar auch das Weingut der Geschwister Alessio, Francesca und Santi Planeta. Der „Gambero Rosso 2002" zeichnete gleich drei ihrer Weine mit der Höchstnote aus und auf der Veroneser Weinmesse „Vinitaly“ zählt ihr Stand seit Jahren zu den umkämpftesten. Als letzter der drei großen Rotweine hat nun auch der Cabernet Sauvignon `Burdese` den Weg von Sizilien nach Berlin gefunden - wie seine „Brüder“, der Merlot und der Nero d´Avola `Santa Cecilia`, mit 14,5% Alkohol eher ein Säbelkämpfer als ein Florettfechter. Ebenfalls endlich erhältlich sind nunmehr die beiden Weine für den Alltag aus dem Jahrgang 2001: La Segreta Bianco und La Segreta Rosso. Der Bianco enthält neben Fiano und Greccanico in diesem Jahr erstmals einen Anteil Viognier, der Rosso wie gewohnt Nero d'Avola und Merlot. Sehr loben müssen wir die Planetas nicht nur für die Qualität ihrer Weine, sondern auch für ihre zurückhaltende Preisgestaltung. Obwohl die Nachfrage für alle ihre Weine ständig das Angebot übersteigt und man in der kommoden Situation ist, die Weine zuteilen zu können, gibt es keine Preiserhöhung!
| LA SEGRETA BIANCO 2001 |
9,20 € |
| LA SEGRTA ROSSO 2001 |
9,20 € |
| NEU: CABERNET SAUVIGNON 'BURDESE' |
24,60 € |
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Weingut Engelbert und Christian Fischer

(Soos - Thermenregion)
Die Thermenregion, von den Wienern auch „Südbahn“ genannt, da sie viele der hier liegenden Weinorte mit der Straßenbahn erreichen können, weist geographisch, klimatisch und hinsichtlich der Vielfalt der Bodenformation eine starke Verwandtschaft zur burgundischen Cote d'Or auf. Zu den Winzern, die anerkanntermaßen am besten das Potential dieser Region auszuschöpfen in der Lage sind, gehört der junge Christian Fischer. Der exzellente Buschenschank der Familie Fischer ist übrigens das Mekka der Wiener Rotweinfreunde.
Nachdem nun der (ebenerdige) Keller des historischen Fischerschen Anwesens renoviert und erweitert werden konnte, haben die Weine qualitativ noch einmal zugelegt. Dazu mögen auch die letzten beiden hervorragenen Jahrgänge ihren Teil beigetragen haben.
Als „Sommerrotwein“ empfiehlt sich der leichtgewichtigere und mit charmanter Frucht ausgestattete Portugieser. Schon einen anderen Charakter offenbart der in gebrauchten Barriques ausgebaute „einfache“ Zweigelt. Mit spürbar mehr Tannin, dabei mild und mit schöner klarer Frucht, weist er schon in die Richtung, die Fischers Weine charakterisieren: sehr viel weiche Fülle und gut ausgereifte Frucht. Noch etwas kräftiger und mit einer interessanten Note von Orangenschale präsentiert sich uns der St. Laurent. Wir hätten ihn in einer Blindverkostung auch als Pinot Noir durchgehen lassen.
Der wirkliche Pinot Noir allerdings ist deutlich stärker von neuem Holz geprägt. Da die Pinot- Noirtraube ziemlich schlanke Weine ergeben, so meint Fischer, gewinnen sie durch den Barriqueausbau an Breite und Stabilität. Die Cuvee Ried Gradenthal, ein Zweigelt, dem ein kleiner Anteil von Merlot und Cabernet mehr Nachdruck verleiht, entwickelt bei der Alterung sehr würzige Aromen. Er wird daher häufig als „österreichischer Syrah“ bezeichnet.
Den Abschluss bildet der Cabernet/Merlot, ein trotz seines robusten Tanningerüstes sehr saftiger Wein mit noch erheblicher Lebenserwar-tung.
| NEU: IN DEN ROBBINGEN, PORTUGIESER BLAU 2001 |
6,90 € |
| NEU: FASANENGARTEN, ZWEIGELT 2001 |
7,40 € |
| NEU: ST. LAURENT 2000 |
11,80 € |
| PINOT NOIR 2000 |
19,20 € |
| CUVEE GRADENTHAL 2000 |
17,40 € |
| NEU: CABERNET MERLOT 2000 |
21,20 € |
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Die hier vorgestellten Weine können am Freitag, den 28. Juni und am Samstag, den 29. Juni zu den bekannten Öffnungszeiten in der ENOTECA gekostet werden.
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Enoteca Blanck & Weber GbR
Inh: Werner Blanck und Jürgen Weber
Ludwigkirchstraße 11 10719
Öffnungszeiten Mo-Fr 11-20 Sa 10-16 Uhr
Telefon: (030) 88 67 99 60 Telefax: 88 67 99 61
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