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Unsere Themen im Dezember 2002

Sehr geehrter Besucher,
bei den folgenden Texten handelt es sich um archivierte Mailingtexte. Unser aktuelles Produktangebot mit den aktuellen Preisen, finden Sie unter dem Menüpunkt „Enoteca Shop“.

 

Italien

Felline

Montevetrano

Falesco
La Carraia
Fanti
Felsina
 
  Spanien

Pago de Carraovejas

Bodegas Mauro
Finca y Vinedos Fernandez Rivera
Clos Mogador
Bodegas Castaño
 
  Frankreich
Champagne Poul-Justine
Domaine de Ferran

Italien

 

Felline

(Manduria – Apulien)

1996 kauften die Geschwister Perucci dieses etwas heruntergekommene Weingut mit 21 Hektar Rebland, das sich indes als sehr wertvoll erwies. Besonders erwähnenswert sind die 40–70 Jahre alten Primitivo-Rebstöcke, die hier im traditionellen Alberello (Bäumchen)– System stehen. Auch die Negroamaro- und Ottavianelloreben weisen ein Alter von 40–50 Jahren auf. Seit dem erstmals mit Hilfe des Önologen Roberto Cipresso vinifizierten Jahrgang 1997 sind der Alberello und der Primitivo feste Bestandteile des ENOTECA-Programms.
Als Novität möchten wir Ihnen nun den Vigna del Feudo vorstellen. Er besteht zu jeweils gleichen Teilen aus den drei oben erwähnten Rebsorten, die für apulische Verhältnisse sehr spät – nämlich Ende September – gelesen wurden. Mit seinem Bukett von reifen Pflaumen und balsamischen Noten, seinem süßen Tannin und den im Abgang spürbaren Kakao- und Tabakkomponenten ist er ein gelungenes Beispiel eines süditalienischen Weines. Er erscheint noch reifer und vor allem strukturierter als der Primitivo – ein Resultat der Rebsortenmischung und des durchgängigen Barriqueausbaus.
Der Primitivo 2001 ist möglicherweise der gelungenste aller vier bislang produzierten Jahrgänge (1999 entfiel wegen mangelnder Qualität). Fülle und Süffigkeit zeichnen ihn gleichermaßen aus.
Ein hervorragendes Preis- Qualitätsverhältnis bietet wie stets der im Stahltank ausgebaute Alberello 2001.
Die Perucci begnügen sich übrigens nicht damit, einfach gute Weine zu machen. Darüber hinaus engagieren sie sich in der Accademia dei Racemi, die sich am besten als ein gemeinsames Projekt von Winzern der Region zur Erforschung und Pflege autochthoner Rebsorten beschreiben läßt. Die Ergebnisse dieser Bemühungen können alljährlich auf der Vinitaly in Verona auf dem Gemeinschaftsstand der ‘Akademie’ begutachtet werden.

ALBERELLO 2001 6,20 €
PRIMITIVO 2001 8,80 €
NEU: VIGNA DEL FEUDO 2000 13,00



Montevetrano


(San Cipriano Picentino – Kampanien)

14 Hektar und 17.000 Flaschen sind nicht eben viel für einen Wein der allgemein als der beste Süditaliens bezeichnet wird. Aber die Chefin Silvia Imparato hat versprochen, die Produktion zu erhöhen – auf 20.000 Flaschen. Zu einer Montevetrano-Schwemme in der ENOTECA oder anderswo wird dies auch nicht führen, und so bieten wir, wie stets allen Interessierten, unser bescheidenes Kontingent als Weihnachtsüberraschung an. Wer es noch nicht weiß: verantwortlich für diese Kreation aus Cabernet, Merlot und Aglianico ist der Önologe Riccardo Cotarella. Zu dem kommen wir gleich noch einmal!

MONTEVETRANO 2000 50,00 €



Falesco \ La Carraia

(Montefiascone – Latium \ Orvieto – Umbrien)

Der Umstand, daß Riccardo Cotarello Önologe und Mitbesitzer dieser beiden Weingüter ist, läßt es gerechtfertigt erscheinen, die beiden hier vorzustellenden Weine in einem Kapitel abzuhandeln.
Von allen dreien (Falesco, La Carraia und Cotarella) war in unseren Publikationen auch schon mehrfach zu lesen (zuletzt im Juni 2002), so daß wir es kurz machen wollen: der Montiano 2000 und der Fobiano 2000 sind endlich eingetroffen! Der Montiano gilt unbestritten als der beste Wein Latiums, und von allen Merlots, die in Italien zu finden sind, kann ihm allenfalls Ornellaias Masseto die Krone streitig machen. Mag allerdings sein, daß ihm in Planetas Merlot ein ernsthafter Konkurrent erwächst. Aber zu Absatzproblemen wird das sicherlich nicht führen.
Wer es etwas weniger üppig mag, sollte den Fobiano ernsthaft ins Auge fassen. 70% Cabernet Sauvignon und 30% Merlot lautet die Rezeptur des Meisters, und weniger üppig heißt hier selbstverständlich nicht dünn, nur liegt der Schwerpunkt hier stärker auf der Eleganz.

Falesco Montiano 2000 30,00 €
La Carraia Fobiano 2000 .22,00 €


Fanti - San Filippo

(Monforte d‘Alba – Piemont)

 

1995 war ein wichtiges Jahr für Filippo Baldassare Fanti. In jenem Jahr hatte er sich entschlossen, mit dem Brunello nun wirklich Ernst zu machen und den Önologen Attilio Pagli verpflichtet. Seine Bemühungen wurden auch prompt mit den begehrten Tre Bicchieri des Gambero Rosso für seinen Brunello Riserva ‘95 belohnt. Jetzt reicht Fanti als Erinnerung an jenes für ihn denkwürdige Jahr den Svoltone ‘95 (Svoltone = die Wende) nach – einen Brunello der Extraklasse aus einer kleinen Parzelle sehr alter Rebstöcke, die wegen ihres zu geringen Ertrages hernach gerodet wurden.
Nun gut, Svoltone ist für Weihnachten, aber auch für den grauen Alltag gibt es etwas Nettes von Fanti: der Sant ‘Antimo 2001 ist ein feiner, fruchtiger Sangiovese für alle Gelegenheiten.

ROSSO SANT ‘ANTIMO 2001 8,60 €
NEU: SVOLTONE 1995 32,00 €


Fattoria di Felsina

(Castelnuovo Berardenga – Toskana)

Da man unser Dezemberangebot auch unter das Motto stellen könnte ‘Zu Weihnachten nur das Beste’, sollte die Fattoria di Felsina mit ihren beiden Spitzenweinen nicht fehlen.
Der Vigna Rancia nimmt die Stelle der Riserva von Felsina ein. Er entstammt der besten Lage des Weingutes und wird ausschließlich aus Sangiovese bereitet. Hochkonzentrierte Frucht und ein zehnmonatiger Ausbau in einer Mischung von großen und kleinen Eichenholzfässern verleihen ihm ein hohes Alterungspotential.
Wenn man den Charakter des Fontalloro verstehen will, ist es nützlich sich klarzumachen, daß die Weinberge der Fattoria im äußersten Südosten der Zone liegen, die als Chianti Classico definiert ist. Von hier aus ist es nicht mehr weit nach Montalcino, und die Ähnlichkeit im Klima ist evident, d.h. es ist wärmer. Der Fontalloro ähnelt so in puncto Extrakt, Körper und Alkoholgehalt dem Brunello, und wie dieser verträgt er recht gut einen längeren Faßausbau. 18 bis 24 Monate verbringt er je nach Jahrgang im Barrique. Nimmt man die diversen Vergleichstests und Rankings der Fachzeitschriften als Grundlage, so haben wir es bei ihm neben San Giustos Percarlo mit dem besten Sangiovese der Region zu tun.

VIGNA RANCIA 1999 25,40 €
FONTALLORO 1999 29,50 €


Spanien

 

Pago de Carraeovejas

(Penafiel – Ribera del Duero)

Was sich in den letzten Jahren in Ribera del Duero abspielte, könnte als Vorlage für ein Lehrstück unter dem Titel ‘Aufstieg und Fall einer Weinregion‘ dienen. Drei gute bis hervorragende Jahrgänge und ein anfangs ausgezeichnetes Preis- Qualitätsverhältnis verhalfen der Newcomerregion zu einem fulminanten Start auf dem internationalen Markt. Darauf folgten einige schwächere Jahrgänge und enttäuschende Qualitäten bei zahlreichen Weingütern. Dennoch stiegen die Preise – eine ungute Kombination, wie sich zeigen sollte. Das Verbraucherinteresse versiegte fast vollständig. Der Wiederaufstieg wird schwierig sein, zumal es im unteren Preisbereich an guten Einsteigerweinen mangelt.
Ein Einsteigerwein ist der Pago de Carraovejas Crianza 1999 schon aufgrund seines Preises nicht. Das soll freilich nicht heißen, daß er sein Geld nicht wert ist. Gute Ribera-Weine, und solche produziert das Team um Tomas Postigo, sind fleischige und dennoch weiche Weine mit starken Primäraromen, die in der Weinwelt eine Sonderstellung beanspruchen können. Postigo fügt dem Tempranillo einen relativ hohen Anteil Cabernet Sauvignon (25%) hinzu, was den Wein dem internationalen Geschmack etwas zugänglicher macht.

PAGO DE CARRAOVEJAS CRIANZA 1999 20,40 €
NEU:PAGO DE CARRAOVEJAS RESERVA 1998 33,00 €

 

Bodegas Mauro

(Zamora)

Die Weine dieser Bodega gehören offiziell zu keiner D.O., da sie knapp außerhalb Ribera del Dueros erzeugt werden. Dies tut jedoch ihrem außergewöhnlichen Rang keinen Abbruch. Schon bevor der renommierte Vega Sicilia-Önologe Manuel Garcia hier Regie führte, hatten die Mauro-Weine wegen ihrer Kraft und Reintönigkeit eine Sonderstellung inne.

MAURO TINTO 1999 28,00 €


 

Finca y Vinedos Fernandez Rivera

(Zamora)

Über den großen Alejandro Fernandez war in der letzten Zeit viel Kritisches zu hören. Seine Neukreation Dehesa La Granja jedoch steht (noch) außerhalb jeder Kritik. Auch der zweite Jahrgang überzeugt: dicht, schwarz, ungefiltert und viel weiches Tannin! (Siehe auch Enoteca im Dezember 2001)

DEHESA LA GRANJA 1999 17,00 €

 

Clos Mogador

(Gratallops – Priorato)

Jahr für Jahr einer der ganz großen Weine Spaniens ist Renè Barbiers Clos Mogador. Barbier war in den achtziger Jahren einer der Pioniere des Weinbaus in der darniederliegenden Region Priorato. (Siehe auch Enoteca im März 2001).
Die steilen und kargen Rebanlagen sowie die Kellereiausstattung verweisen darauf, daß Renè und sein Sohn das Weinmachen zuallererst als Handwerk begreifen. Sie beschränken sich auf einen einzigen Wein: eine Cuvee aus je 40% Cabernet Sauvignon und Garnacha sowie etwas Syrah und Carinena. Die Opulenz und starke Konzentration des Weines lassen es geraten erscheinen, ihm noch eine zwei- bis dreijährige Ruhezeit zu gönnen.

CLOS MOGADOR 2000 51,00 €

Ohne weiteren Kommentar geben wir der verehrten Kundschaft zur Kenntnis, daß wir auch einige Flaschen von Dafne Glorians Clos Erasmus anbieten können.

CLOS ERASMUS 2000 100,00 €

 

Bodegas Castaño

(Jumilla – Yecla)

Einer der besten und zugleich preiswertesten Weine Spaniens ist der Hecula aus der südlichen Region Yecla. Der Jahrgang 2001 ist ein reinsortiger Monastrell von 40 Jahre alten Reben, der ohne Schönung und Filtration abgefüllt wurde. Zuvor lagerte er 8 Monate in französischer und amerikanischer Eiche.
In der Nase überrascht der Wein mit starken Aromen von schwarzen Beeren, im Mund verstärkt sich der gute Eindruck durch seine klare, saubere süße Frucht (Parker 91 Pkte).

HECULA 2001 10,20 €

 


 

Frankreich

 

Champagne Poul-Justine

(Avenay-Val d`Or – Champagne)

Endlich können wir unseren Kunden einen Champagner anbieten, den wir mit gutem Gewissen empfehlen können. Wir waren hocherfreut, als wir den Champagne Carte blanche aus dem kleinen Betrieb von Marcel Poul kennenlernten. Diese Cuvee der Jahrgänge 1994 bis 1998 aus gleichen Anteilen Chardonnay- und Pinot Noirtrauben ist der breitschultrige und zugleich feinperlige Champagner mit einem Bouquet von weißen Früchten, den wir immer gesucht haben.


NEU: CHAMPAGNE CARTE BLANCHE POUL JUSTINE 25,00 €


Domaine de Ferrand

(Orange)

Champagne, Moulin à Vent, Côtes de Provence und jetzt auch noch Côtes du Rhône – die Enoteca macht aus ihrer Frankreich-Enthaltsamkeit kein Dogma. Den Côtes-du-Rhône Vieilles Vignes der Domaine de Ferrand lernten wir anläßlich unserer Champagnersuche kennen. Wie schon der Name vermuten läßt, entstammt er mehr als 60 Jahre alten Rebstöcken (90% Grenache, 7% Syrah und 3% andere) aus Lagen, die an die Gemarkung Chateauneuf-du-Pape grenzen. Es ist ein kleiner Chateauneuf-du-Pape mit großer Dichte, Frucht, Vielfalt und Konzentration – ein Wein, den wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten wollten (Parker 87-88 Pkte.).


NEU: Côtes du Rhône 2000 vieills vignes 12,80 €


 
Die hier vorgestellten Weine können am Freitag, den 13. Dezember und am Samstag, den 14. Dezember zu den bekannten Öffnungszeiten in der ENOTECA verkostet werden.

 

 
Natürlich würden wir uns freuen, Sie vor Weihnachten oder zwischen den Feiertagen noch bei uns zu sehen. Aber sicherheitshalber wünschen wir Ihnen schon jetzt ein frohes Weihnachstsfest und ein gutes neues Jahr. Nach Neujahr legen wir eine dreitägige Pause ein. Am Montag, den 6. Januar 2002, treffen Sie uns wieder in alter Frische an.


 




Enoteca Blanck & Weber GbR
Inh: Werner Blanck und Jürgen Weber
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Öffnungszeiten Mo-Fr 11-20 • Sa 10-16 Uhr
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